Freitag, 31. Oktober 2008

Sonnenschein in Kuala Lumpur

Hallo alle zusammen,

nun haben wir Samstag den 1. November und es hat noch immer nicht geregnet. Tagsüber hat es Temperaturen von 38 Grad. Nachts ist es zwar nicht ganz so heiß, doch trotzdem raubt mir die Hitze meinen Schlaf! Aber was soll´s.............. ich muss ja hier weiterleben.
Um der Hitze wenigsten ein kleines bisschen zu entfliehen, hab ich letzte Woche Toast mit Eiscreme gegesssen. Das soll hier total angesagt sein. Es hört sich zwar nicht gut an, doch es schmeckt wirklich!! Könnt es ja mal ausprobieren. ;-P

Mhm........lecker!


Diese Woche war ich mit unserer Nachbarin "Grace" (unsere zweite Mama) auf einem großen Markt, auf dem es ausergewöhnliche Sachen zu kaufen gab. So lief ich zum Beispiel an einem Käfig mit Tieren vorbei. Zuerst interessiert es mich nicht, doch dann hab ich nochmal umgedreht. In dem Käfig waren tatsächlich richtig fette lebendige Kröten!! Natürlich hab ich gleich meinen Foto ausgepackt und es fotografiert! Wenn ihr es also mal probieren wollt, kommt einfach..........







Hunde gibts dort auch zu kaufen!


Gestern war ich nach der Arbeit in der Stadt und bin zufällig an einem Schokoladenmuseum vorbeigelaufen. Der Duft war sehr verlockend, doch auch nicht anders als in Deutschland. Aber ich muss schon sagen: Schokolade ist hier auch nicht gerade billig! Und ausserdem muss man sie ja auch erst ungeschmolzen nach Hause bringen. Doch wie soll das bei den Temperaturen gehen!?




Ab nächster Woche dürfen wir mit den Kindern Sterne basteln und Plätzchen backen! Bin schon gespannt, wie es wird!

Bis bald,
Marina

Dienstag, 28. Oktober 2008

Arbeit

Hallo,

Da es ja nicht den Eindruck erwecken soll, dass ich hier nur „Urlaub“ mache, möchte ich euch ein bisschen von meiner Arbeit erzählen.
Naja.... leider gibt’s noch nicht so viel zu berichten, da in ca. zwei Wochen das Schuljahr zu Ende geht. Es ist zwar noch nicht offiziell, aber wir sollen ab Januar die Kinder in Englisch, Mathe, Science und Sport unterrichten. Das haben wir zumindest von anderen Lehrern erfahren. Ich kann mir das überhaupt noch nicht vorstellen, aber ich lass mich mal überraschen! Die meiste Zeit verbringe ich immer noch im „Learning Center“. Ansonsten springe ich dort ein, wo ich gerade gebraucht werde, wie zum Beispiel mittags die 3-jährigen duschen und beim Essen helfen.
Diese Woche Freitag ist bei uns im Kindergarten „Childrens Day“. Die Kinder kommen dann nicht wie gewohnt in zwei Schichten (Früh und Nachmittag), sondern alle in der Früh. Die Kinder dürfen dann gemeinsam Spiele machen, singen, basteln, etc. . Rahel und ich sind für die Dekoration zuständig!
Ab nächster Woche dürfen wir dann mit den Kindern Sterne basteln und Plätzchen backen! Auf der einen Seite freue ich mich, doch auf der anderen Seite graust es mir, wenn wir mit 170 6-jährigen Kindern Plätzchen backen. Ihr erfahrt mehr, wenn es so weit ist!

Ich habe aber hier noch ein paar Fotos für euch:

Alle warten gespannt aufs Essen.


Hmmm lecker. Beim Mittagessen wird meist kräftig zugeschlagen.


Sogar das ABC muss mit drei Jahren schon gelernt werden.


Meine absolutes "Lieblingskind".



Und das ist die ganze Truppe der 3-jährigen.


Schon seit Freitag hoffe ich, dass es regnet. Normalerweise regnet es nämlich jeden bzw. jeden zweiten Tag. Doch jetzt ist es drückend heiß und dazu gibt’s noch strahlenden Sonnenschein! Die letzten Tage waren also sehr „schwitzig“!


Viele liebe Grüße an meine Heimat,

Marina

Montag, 27. Oktober 2008

Letzte Woche

Hallo alle zusammen,

schon wieder mal hat eine Woche begonnen und jeden Tag tut sich bei mir etwas!
Letzte Woche waren Rahel und Ich mal so richtig Shoppen. Es geht hier richtig gut, weil es sehr viele Shopping Malls gibt. Im "Jusco", eine Mall nicht so weit weg von unserer Wohnung, war "Sales Shopping". Nach der Arbeit sind wir mit anderen Lehrern dorthin gefahren. Es war alles vollgeparkt, neben dem Highway und in jeder freien Ecke. So was habe ich hier noch nie gesehen! Wir verbrachten also ganze fünf Stunden in diesem Einkaufszentrum und liesen und Abends um halb zehn von einem Taxi heimbringen. Völlig erschöpft packten wir noch unsere neu errungenen Klamotten, etc. aus und fielen anschließend ins Bett.
Am nächsten Arbeitstag waren wir auch dementsprechend fertig!

Ein vollgestopftes Einkaufszentrum!


Klamotten, Rucksack, Schuhe, etc.


Am Wochenende traffen wir uns wieder mal mit Freunden in der Stadt. Es war ´free hugs´ (freie Umarmung) Treffen. Wir waren ca. 20 Leute, sind durch die Stadt gelaufen und haben Leute umarmt. Viele standen einfach nur da und haben uns zugesehen. Andere standen vor uns, überlegten kurz, gingen dann weiter oder umarmten einige von uns. Doch einige kamen gleich auf uns zu und haben uns von selbst umarmt. Wir hatten alle eine Menge Spaß dabei! Hier nun ein paar Fotos davon:


Die Straßen bei Nacht, durch die wir gezogen sind.








Danach in einer Bar.


Natürlich ist das hier nicht mein ganzes Leben.
Sonntag waren wir erst bei uns in der Kirche. Dort haben uns dann drei Jugendliche aus einer anderen Kirche abgeholt und uns zu ihrer Kirche gebracht. Dort fand so eine Art Jugendstunde statt, wo wir teilgenommen haben. Danach gingen wir gemeinsam zum Mittagessen und Eisessen. Dabei fuhren wir an der Ikea vorbei, die es anscheinend auf der ganzen Welt gibt.







Bis bald,
Marina

Donnerstag, 23. Oktober 2008

KL Tower

Hallo alle zusammen,

nun melde ich mich auch mal wieder vom fernen Asien zurück.
Es bereitet mir immer wieder kopfzerbrechen, mir zu überlegen, was ich heute berichten soll. Auf der einen Seite soll es interessant sein, doch auf der anderen Seite möchte man nicht zu detailiert berichten, sodass es für euch langweilig ist. Ich werde euch jetzt einfach von den letzten Tagen berichten.
Am Wochenende waren Rahel und ich in KL unterwegs. Wir wollten auf den KL Tower hoch, da man dort mit dem Aufzug weiter hochfahren kann als bei den Twin Towers. Mit einem Freund haben wir ausgemacht, dass wir uns an der Puduraya Busstation (sehr, sehr groß) vor dem Mc Donalad treffen. Das mit dem Mc war seine Idee! Er hat nicht so weit gedacht, dass es dort zwei gibt! Er wollte uns nicht glauben, dass es ein ungeschickter Platz zum Treffen ist. Naja was soll´s …………… . Wir sind dann eine halbe Stunde immer von Mc zu Mc gelaufen und haben uns gegenseitig angerufen. Doch das möchte ich euch nun genauer berichten!

ER: Ich bin gerade auf dem Weg zum Treffpunkt!
(Dazu müsst ihr wissen, dass es hier keine Busfahrpläne gibt. Man setzt sich einfach an die Haltestelle und wartet bis man eingesammelt wird. Es kann sein, dass man nur ein paar Minuten wartet. Doch uns ist es auch schon des Öfteren passiert, dass wir fast eine Stunde gewartet haben!)
WIR: Gut, wir sind gerade in den Bus eingestiegen. Sind in 45 Min. da. (Wir dachten, dass er schon im Bus sitzt, doch er war gerade mal von Zuhause losgelaufen!)

Ca. 75 Minuten später.

Wir haben schon jeden Mc abgeklappert, doch er ist nirgends aufzufinden!
ER: Ich stehe vorm Mc! Wo seid ihr?
WIR: Wir sind auch vorm Mc. Wahrscheinlich bist du vorm anderen. Wir kommen gleich!

10 Min. später.

WIR: Wo bist du denn? Wir waren bei beiden Mc Donalds!
ER: Also ich stehe vorm KFC (Kenntucky Fried Chicken, ähnlich wie Mc). Dort wo wir uns treffen wollten!

Haha………….. sichtlich genervt kamen wir dann auch am KFC an. Wir hatten schon gar keinen Bock mehr mit ihm auf den KL Tower zu gehen.

Den Gesichtsausdrücken zufolge waren wir so richtig genervt!


Doch wir haben es getan. Und wie man sieht, es hat sich gelohnt!

Das große braune Gebäude in der Mitte ist das "Time Square" Einkaufszentrum. Es enthält über 1000 Geschäfte, Kino und einen Freizeitpark! Von oben recht klein.

Wie ihr seht, steht hier ein Wolkenkratzer nach dem anderen und es ist kein Ende in Sicht! Überall ragen Kräne in den Himmel!


Was man von oben nicht alles sieht. Sogar ein Hard Rock Cafe gibts hier!

Und das ist der KL Tower bei Nacht.


Das mit dem ´zu spät kommen´ ist hier so ne Sache für sich. Den Kindern im Kindergaren wird zum Beispiel eingetrichtert: Don´t be late, be on time! Doch die Lehrer sind dafür ein schlechtes Vorbild, denn sie sind auch oft unpünktlich. Aber wenn man hier ist, muss man sich dran gewöhnen etwas länger zu warten!

Nach unserer Sightseeing Tour haben wir noch einheimische Freunde getroffen und sind mit ihnen ausgegangen. Da war die Stimmung dann schon viel besser!




Mir fällt gerade noch viel mehr ein, was ich euch erzählen kann. Aber ich glaub jetzt reicht´s erst mal.
Ihr hört bald wieder von mir!!

Marina

Freitag, 17. Oktober 2008

Erzählungen aus dem Alltag

Hallo meine Lieben,


diese Woche waren wir mit „Kenu“, einem Mann aus der Gemeinde beim Möbel kaufen. Naja….. was heißt „Möbel kaufen“? Wir haben für die Küche ein Schränkchen gekauft, da dort nur zwei kleine Tische vom Kindergarten stehen. Außerdem hat sich jeder von uns ein Bücherregal ausgesucht, da unser "klappriger" Kleiderschrank, auf dem unsere Bücher usw. stehen bzw. standen, schon fast zusammenbricht. Kenu hat die Möbel auch gleich zusammengeschraubt und wir haben uns mit Spiegelei und Bratkartoffeln bei ihm bedankt!

Diese Woche kamen auch noch Bene, Alex (die anderen zwei Freiwilligen), Jochen (ein anderer Freiwilliger aus Deutschland) und Kathi (eine Freiwillige aus Österreich) nach Kuala Lumpur. Nach der Arbeit fuhren Rahel und ich mit dem Bus in die Stadt, wo wir uns alle im „Central Market“, ein schöner indischer Markt, traffen. Dort gibt es Aquarien mit kleinen Fischen, die dir die Hautschuppen von Füßen und Händen knabbern. Zusammen mit Jochen habe ich es ausprobiert. Es hat so gekitzelt, sodass es mich sehr viel Überwindung gekostet hat, meine Füße ins Wasser zu hängen! Nach ein paar Minuten habe ich mich aber dann an das Gefühl gewöhnt.

Wie man sieht war es Jochen anfangs auch nicht ganz geheuer!




Nach unserer Shoppingtour gingen wir in eine Reggage-Bar um gemeinsam zu Essen. Doch leider verging die Zeit viel zu schnell und sie mussten zurück nach Teluk Intan (ca. 200 km von uns entfernt) fahren!!




Jeden Freitag Abend nehmen wir an einer Jugendgruppe teil, die normalerweise bei Joel, dem Gruppenleiter, stattfindet. Diesen Freitag haben wir alle zu uns in die Wohnung eingeladen und Kartoffelsuppe mit Wiener gekocht. Sie waren davon total begeistert, wobei am Ende nichts mehr übrig war.

Bis bald!

Dienstag, 14. Oktober 2008

Kultur


Hallo liebe Interessierte,


bestimmt wollt ihr auch mal wissen, wie sich die asiatische Kultur mit der deutschen unterscheidet.
Die Hauptbevölkerung in Malaysia besteht haupsächlich aus Malaien, Chinesen und Indern. Ich könnte jetzt alle Gruppen unterscheiden, doch das wäre viel zu aufwendig. Deshalb verallgemeinere ich es ein bisschen.
Wenn man durch die Stadt läuft, fallen einem viele Moscheen und Hindutempel auf. Das ganze Land wird hauptsächlich durch die Religion geprägt, die hier einen sehr hohen Stellenwert hat (im Vergleich zu Deutschland). Die am weit verbreiteste ist der Islam.
Bei uns in der Wohnung riecht es morgens und abends immer nach Räucherstäbchen, da es zur Religion (Hinduisten) unserer Nachbarn gehört.



Beispiele aus dem Alltag:

•Beim Essen bekommt man nur Gabel und Löffel zum Essen, oft auch nur Stäbchen (was mir am Anfang sehr zum Verhängnis geworden ist!). Außerdem ist es normal zu schlürfen, rülpsen und allen Müll vom Teller auf den Tisch zu legen. Es wird auch mit vollem Mund geredet. Nach dem Essen schaut es logischerweise aus wie im Saustall!

•Man sollte immer die Schultern und Knie bedeckt halten, also lieber zu lange, als zu kurze Kleidung tragen. Wobei man in der Stadt auch Menschen mit sehr kurzen Hosen und anderen Kleidungsstücken sieht, vor allem, wenn man abends weggeht.

•Für uns sehr ärgerlich ist es, wenn man jeden alles aus der Nase ziehen muss. So ist es normal, dass du erst am Nachmittag erfährst, dass abends irgendein wichtiges Treffen ist, wo du unbedingt zu erscheinen hast und dessen Datum schon seit längerem bekannt ist. Dir wird also nichts direkt gesagt.

•In der Regel wird kein Schweinefleisch gegessen. Daher sind viele erstaunt, wenn wir es essen oder erzählen, dass es in Deutschland das am weitest verbreitete Fleisch ist.


Das alles soll euch aber nicht daran hindern, mich besuchen zu kommen. Wir finden auch immer einen Weg all diese Sachen zu umgehen oder uns durch zu schlängeln!

Bis bald,

Marina

Montag, 13. Oktober 2008

Arbeitsleben

Hallo,

da ihr ja nicht denken sollt, dass ich hier nur Urlaub mache , möchte ich euch heute etwas über meine Arbeit im chinesischen Kindergarten (Kiga) erzählen.
Den Kiga hier dürft ihr nicht mit dem in Deutschland vergleichen, da es etwas komplett anderes ist.
Die Kinder sind zwischen vier und sechs Jahre alt und müssen von ihren Eltern aus in den Kindergarten gehen, weil sie möchten, dass ihre Kinder so früh wie möglich damit anfangen, die chinesischen Zeichen (ca. 8000) zu lernen. Ich habe gehört, dass sie pro Jahr 50 Zeichen lernen. Sie werden in folgenden Fächern unterrichtet: Chinesisch, Malayisch, Englisch, Mathe, Wissenschaft, Computer und Sport.




Ich befinde mich zum Großteil im sogenannten „Learning Center“. Dort gibt es für die Fächer Mathe, Englisch und Wissenschaft Spiele, die ich mit ihnen Spielen muss. So wiederhole ich mit den Kindern spielerisch Zahlen, Buchstaben, Gegenteile, etc. Aber auch die Feinmotorik wird dort trainiert, wie zum Beispiel beim Perlen auffädeln. Täglich kommen zwischen vier und acht Gruppen in den „Learning Center“, das heißt, dass ich jedes Spiel auch so oft erklären muss. Im Allgemeinen macht es schon Spaß, wobei es ab und zu schon mal etwas langweilig wird.
Diese Woche darf jedes Kind ein Spiegelei machen. Ist mal etwas ganz anderes!
Natürlich habe ich noch mehr Aufgaben im Kiga, doch das erfahrt ihr alles in meinen Rundbriefen. Sonst lest ihr ja alles doppelt!

Bis bald,

Marina

Erster „richtiger“ Urlaub

Hallo liebe Interessierte,

anfang Oktober war bei uns "Hari Raya", zwei Feiertage. Damit wird der Abschluss des Ramadan (Fastenzeit der Muslime) ausgiebig gefeiert. Dieses verlängerte Wochenende nutzen Rahel und ich natürlich, um Urlaub auf Pangkor Island zu machen, einer kleinen Insel im Westen.



Am Strand lernten wir gleich ein paar Malaien kennen, die uns wegen „Hari Raya“ zu sich nach Hause zum Abendessen eingeladen haben. Dort angekommen, traffen wir auf eine ganze Scharr von Menschen, vergleichbar mit einem großen Familientreffen. So erlebten wir gleich mit, wie hier gefeiert wird. Außerdem lernten wir so die komplett andere Kultur besser kennen.

Wir haben uns auch noch mit Jasmin angefreundet. Sie ist auch 19 Jahre alt, kommt aus Frankfurt und befindet sich gerade auf einer Weltreise. Sie war natürlich auch immer dabei!



Ich hab mir mal nen Roller geliehen und wollte den ganzen Tag auf der Insel herumfahren (Rahel hatte keine Lust). Dabei habe ich die schönsten Strände gesehen und bin durch den Dschungel gefahren, wo mir Affen und sonstige Tiere begegnet sind.

Doch leider gab es nur eine Hauptstraße auf der ganzen Insel, sodass ich nach ungefähr einer Stunde wieder am Hotel zurück war. Rahel konnte es dann doch nicht lassen und probierte dass Rollerfahren auch aus, wobei sie dann auf den Geschmack kam.





In ein paar Tagen hört ihr wieder von mir!

Marina