Montag, 13. Oktober 2008

Arbeitsleben

Hallo,

da ihr ja nicht denken sollt, dass ich hier nur Urlaub mache , möchte ich euch heute etwas über meine Arbeit im chinesischen Kindergarten (Kiga) erzählen.
Den Kiga hier dürft ihr nicht mit dem in Deutschland vergleichen, da es etwas komplett anderes ist.
Die Kinder sind zwischen vier und sechs Jahre alt und müssen von ihren Eltern aus in den Kindergarten gehen, weil sie möchten, dass ihre Kinder so früh wie möglich damit anfangen, die chinesischen Zeichen (ca. 8000) zu lernen. Ich habe gehört, dass sie pro Jahr 50 Zeichen lernen. Sie werden in folgenden Fächern unterrichtet: Chinesisch, Malayisch, Englisch, Mathe, Wissenschaft, Computer und Sport.




Ich befinde mich zum Großteil im sogenannten „Learning Center“. Dort gibt es für die Fächer Mathe, Englisch und Wissenschaft Spiele, die ich mit ihnen Spielen muss. So wiederhole ich mit den Kindern spielerisch Zahlen, Buchstaben, Gegenteile, etc. Aber auch die Feinmotorik wird dort trainiert, wie zum Beispiel beim Perlen auffädeln. Täglich kommen zwischen vier und acht Gruppen in den „Learning Center“, das heißt, dass ich jedes Spiel auch so oft erklären muss. Im Allgemeinen macht es schon Spaß, wobei es ab und zu schon mal etwas langweilig wird.
Diese Woche darf jedes Kind ein Spiegelei machen. Ist mal etwas ganz anderes!
Natürlich habe ich noch mehr Aufgaben im Kiga, doch das erfahrt ihr alles in meinen Rundbriefen. Sonst lest ihr ja alles doppelt!

Bis bald,

Marina

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