Donnerstag, 18. Juni 2009

Pappmaché - NEIN Danke!

Hallöchen,

von Pappmaché hatte ich diese Woche mehr als genug. Das haben wir nämlich mit den 5- und 6-jährigen gemacht. Eigentlich wollten wir es auch mit den 4-jährigen machen, doch da es für die 5-jährigen schon recht schwierig war, liesen wir uns für sie lieber etwas anderes einfallen.
Für jede Gruppe (ca. 14 Kinder) hatten Rahel und ich ungefähr 40 Minuten Zeit. Wir dachten, dass sie es locker schaffen und dass es ihnen bestimmt rießigen Spaß macht. Das ist zumindest im deutschen Kindergarten so. Kinder lieben es doch, in Pfützen zu springen oder sich einfach dreckig zu machen. Doch das kennen und dürfen die Kinder hier nicht. Sie haben sich vor dem Kleister regelrecht geeckelt!
Nichts desto trotz, wir haben es durchgezogen und sind sogar gestern drei Stunden länger im Kindergarten geblieben, da wir noch jeden Ballon nachgekleistert haben. Heute Früh aber dann die böse Überraschung: Die Kleisterschicht war zu dünn und die Ballons fielen in sich zusammen. Zwar nicht alle, aber viele! Die Kinder hatten einfach zu wenig Zeit, um den Ballon mit ein paar Schichten aus Kleister und Papier zu bekleben.
Eigentlich wollten wir nächste Woche aus den Ballons Heißluftballons basteln. Doch da draus wird wohl nichts, da nicht jedes Kind einen Ballon bekommen kann. So wurde unser "toller" Plan wieder mal zu nichte gemacht. :-(




Wie schon vorhin erwähnt, durften die 4-jährigen etwas anderes machen: Wir lernten ihnen, wie man die Schere benutzt und wie man klebt. Das können nämlich 90% der Kinder nicht.





Das war´s auch schon wieder für heute!
Macht´s gut und bis bald,
Marina

Sonntag, 14. Juni 2009

2 Wochen Bali

Hallo meine Lieben,

wie ihr bestimmt wisst, hatte ich die letzten beiden Wochen Ferien. Natürlich saß ich nicht daheim rum und habe Däumchen gedreht, sondern ich bin für zwei Wochen nach Bali geflogen. Rahel war auch mit am Start!

Bevor ich mit Bali anfange, erzähle ich euch erst noch von meinem letzten Tag im Kiga vor den Ferien. Es war Partytime angesagt und alle 400 Kinder kamen morgens in den Kiga. Jedes Kind musste etwas zu Essen oder Trinken mitbringen. Und jetzt stellt euch mal vor, wie viel es davon gab, wenn jeder eine Tüte voll mitbringt?! Es gab also unvorstellbar viel zu Essen!
Es herrschte ca. drei Stunden Chaos, was bei 400 Kinder auch selbstverständlich ist. Deshalb waren Rahel und ich heilfroh, als wir den Kindergarten verlassen hatten.

Da es zu viele Süßigkeiten gab, wurde jedem Kind ein Mix von allem mit nach Hause gegeben. Hier seht ihr ein paar Lehrer beim "Abpacken".



Das war noch längst nicht alles!

Nun gehts zum interessanteren Teil meines heutigen Blogeintrags:


Die ersten paar Tage verbrachten Rahel und ich in der Touristenmetropole "Kuta". Das Meer gibt grandiose Wellen von sich, doch leider hatte ich keine Zeit Surfen zu lernen. Schade!



Sonnenuntergang in Kuta

Schon nach drei Tagen hatten wir die Schnauze voll den vielen Touristen (v.a. Australier) und wir beschlossen nach "Ubud" zu fahren. Es ist eine kleine Stadt, die so ziemlich im Landesinneren liegt. Von dort aus haben wir uns zwei Roller gemietet und sind einen Tag lang durch die Gegend gedüst.

Mit im Bild seht ihr Kaspar, ein Schweizer, den wir in Kuta getroffen haben. Er hat sich uns angschlossen.......


Ubud wird auch als die Künstlerstadt bezeichnet. Man sieht überall Bildergalerien, verschiedenste Holzschnittereien, etc. Doch leider hatte ich nicht so viel Platz in meinem Rucksack :-)

In einem Tempel...

Bei unserer "Reise" mit dem Roller hat wir eine genial Aussicht auf die Reisterrassen!

Mein Frühstück bestand fast jeden Tag aus "banana pankacke". Schön langsam kann ich ihn schon nicht mehr sehen :-)


Schon nach drei Tagen zogen wir wieder weiter, doch diesmal haben wir uns getrennt. Ich fuhr mit dem Bemo (Das sind kleine uralte Busse, die vor allem die Einheimischen über die Insel fahren. Von Touristen werden sie fast nicht genutzt!) nach "Kintamani". Dort befindest sich der einzige Vulkan auf Bali, der noch aktiv ist. Extra wegen ihm bin ich dorthin gefahren, da ich ihn früh Morgens hoch wandern wollte, um den Sonnenaufgang zu sehen. Also stand ich um drei Uhr nachts auf und wanderte mit einem Guide und zwei Belgiern hoch. Es war bitterkalt und ich zog meine "wärmsten" Klamotten an, die ich dabei hatte. Der Weg führte über Lava und Sand und man musste mehr klettern, als wandern. Nach knapp zwei Stunden anstrengendem Fussmarsch erreichten wir endlich den Gipfel des Vulkans. Nach ca einer halben Stunde begann der Himmel sich rötlich zu färben und irgendwann kam dann die Sonne zum Vorschein (siehe Bilder unten).









Im rechten Teil des Bildes erkennt man die dunkle, also die frische Lava aus dem Jahr 2000. Im linken Teil des Bildes seht ihr die "alte" Lave, über die nach all den Jahren Gestrüp und Bäume gewachsen sind. Das ist echt faszinierend und zugleich auch ein bisschen angsteinflößend.

Hier erkennt man deutlich, dass dieser Vulkan noch aktiv ist (aufsteigender Rauch)!

Das ist der Vulken "Gunung Batur", den ich hoch gewandert bin!


Nachdem ich nach der Besteigung des Vulkans wieder in meiner Unterkunft angekommen bin, begab ich mich gleich auf die Weiterreise in den Norden der Insel.
Apropo Unterkunft. Die Unterkunft, die ich in Kintamani hatte, war die abenteuerlichste überhaupt. Es gab außerdem nur diese eine in dem kleinen Ort! Alle sechs Zimmer mussten sich ein Bad teilen. Das ist ja nichts schlimmes. Das schlimme daran war für mich die sog. Dusche. Es gab ein gemauertes Becken, in dem sich eiskaltes (!) Wasser befand. Man musste also das Wasser raus schöpfen und sich damit übergießen. Einige von euch kennen das bestimmt noch von früher, aber für mich war es ein Graus, da die Außentemperatur so um die 18 betrug! *frier*
Wenigstens hatte ich in der Nacht eine kuschellige Wolldecke :-)
Ich beschloss wieder mit dem Bemo in den Norden zu fahren. Also stellte ich mich an die Straße und wartete so lange, bis das richtige vorbei fuhr. Leider war es übervoll und die Leute "stapelten" sich schon. Doch nichts desto trotz. Es wird jeder (!) mitgenommen. Sie packten also mein Gepäck und schnallten es auf´s Dach. Ich fragte mich aber, wo ich in diesem Bus noch Platz haben sollte?! Ich musste mich an die offene Türe stellen und irgendwie festhalten, wobei ich nur halb im Bus stand! Über eine Stunde musste ich aufpassen, dass ich nicht heraus fiel. Alle Blicke fielen auf mich, da ich die einzige Touristin in diesem Bus war. Aber an sowas muss man sich eben gewöhnen!
Dies war das abenteuerlichste Erlebnis, das ich je erlebt habe und nicht so schnell wieder vergessen werde.

Als ich im Norden in "Lovina" angekommen bin, taten mir alle Knochen von der aufregenden Busfahrt weh. Am Strand habe ich eine nette Einheimische kennengelernt, die alles mit ihren Massagekünsten wieder gut gemacht hat :-)
Der Norden Balis ist alles andere als touristisch. Ich war eine von gaaaaanz wenigen Touristen in dem kleinen Ort. Das heißt aber nicht, dass man dann seine Ruhe hat - im Gegenteil. Jeder kommt auf einen zugestürmt und will einem was aufdrängen, was man gar nicht braucht. Mit der Zeit ist es echt nervig!
Ich bin eigentlich nur nach Lovina gefahren, um Delphine zu sehen. Das habe ich dann auch, doch dazu musste ich morgens um halb sechs aufstehen. Doch wie ihr auf den Bildern seht, hat es sich gelohnt. Es ist übrigens total schwer einen Delphin zu fotografieren, der gerade "springt"!





Sonnenuntergang in Lovina

Diese Kinder haben sich so gefreut, als sie mich gesehen haben. Sie wollten unbedingt, dass ich ein Foto von ihnen mache und es ihnen zeige :-)

Die letzten paar Tage bin ich von Bali nach Lombok (Nachbarinsel) "geflohen". Von dort gibt es nichts spannendes zu berichten, da ich dort so gut wie nichts gemacht habe, außer ein bisschen die Gegend erkundet.
Das war´s also von meiner erlebinssreichen und abenteuerlichen Reise!

Habt ihr überhaupt schon mal auf den Kalender geschaut? Ich schon! Ich komme nämlich in acht Wochen nach Hause. Ich kann es noch gar nicht fassen. Die Vorfreude ist jetzt schon viel zu groß!

Sonnige Grüße und bis gaaaaaaanz bald :-)
Marina